FAQ
Mitgliedsausweis, Beitrag, Zahlung und Cannabispreise
Wie hoch sind die Beiträge? Neben einer einmaligen Anmeldegebühr von 100 Euro ist ein monatlicher Beitrag von 10 Euro zu zahlen. Hinzu kommen Beiträge für die Abgabe von Cannabis.
Was kostet das Cannabis pro Gramm? Wir geben das Cannabis zum Selbstkostenpreis ab, allerdings kommen dann noch 19 Prozent Umsatzsteuer hinzu. Für die Abgabe unserer ersten Ernte sind folgende Beiträge zu entrichten:
Amnezia Haze 7,63 €/Gramm
Frances Lemon Haze 8,55 €/Gramm
Banana Runtz 9,11 €/Gramm
Wappa 9,51 €/Gramm
Gerry Payton 10,01 €/Gramm
Cocoa Pepples CBD 12,09 €/Gramm
Wie bekomme ich meinen Mitgliedsausweis? Der Zutritt zum Verein und die Abholung von Cannabis ist nur mit Mitgliedsausweis und amtlichem Ausweis möglich. Aus Kostengründen lassen wir Mitgliedsausweise nicht einzeln produzieren, sondern erst wenn genügend neue Mitglieder zusammengekommen sind. Du erhältst Deinen Mitgliedsausweis jedoch rechtzeitig vor der ersten Ausgabe. Die Abholung erfolgt ausschließlich persönlich im Verein.
Kann man Mitgliedsbeiträge auch bar bezahlen? Derzeit ist die Zahlung nur per Überweisung oder SEPA-Lastschriftmandat möglich.
Ort, Verfügbarkeit und Abholung von Cannabis
Wie viel Gramm kann man pro Monat abholen? Die gesetzliche Höchstmenge liegt bei 50 Gramm im Monat. Du darfst aber nicht mehr als 25 Gramm an einem Tag mitnehmen.
Wie wird das Cannabis bei euch gelagert? Sobald das Cannabis ausgereift und getestet ist, wird es zur Abgabe vorportioniert in geruchs- und blickdichten Aluminiumbeuteln verschweißt.
Wann und wo ist die Abholung möglich? Die erste Abgabe findet am 6. Dezember statt. An unserer Produktionsstätte in Stockstadt am Rhein soll die Abgabe dann mindestens an mehreren Wochentagen nachmittags möglich sein. Die genauen Öffnungszeiten stehen aber noch nicht fest. Eine separate Abgabestelle in Darmstadt ist mittelfristig geplant.
Für 2025 stehen folgende Abgabe-Termine fest:
Samstag, 6. Dezember von 13 bis 17 Uhr
Dienstag, 9. Dezember von 14 bis 18 Uhr
Samstag, 13. Dezember von 13 bis 17 Uhr
Dienstag, 16. Dezember von 14 bis 18 Uhr
Anbau, Sorten und Mitwirkungspflicht
Welche Cannabis-Sorten gibt es bei uns? Unser erster Grow besteht aus den THC-Sorten Wappa, Gery Payton, Banana Runtz, Francos Lemon Cheese und Amnezia Core Cut sowie der CBD-Sorte Cocoa Pebbles.
Wieso CBD-Sorten? Der Wunsch nach CBD-Sorten wurde von vielen Mitgliedern ausdrücklich geäußert. Die frei verkäuflichen Sorten sind in der Regel von schlechter Qualität - unter anderem, weil sie extrem niedrige THC-Grenzwerte einhalten müssen und dazu teilweise mit Lösungsmitteln behandelt werden.
Woher kommen die Sorten? Bauen wir alles selbst an? Cannabisclubs ist nur die Weitergabe von selbst angebauten Cannabis erlaubt. Unsere Sorten beziehen wir dabei als Stecklinge von gewerblichen Händlern. Da wir für die Cannabisproduktion gerade mal ein paar hundert Stecklinge im Jahr benötigen und die Legalisierung bereits die Früchte des Kapitalismus trägt, ist eine eigene Stecklingsproduktion für den Verein erstmal absolut unwirtschaftlich.
Kann ich eigene Sorten oder Genetik einbringen? Unbekannte Genetik birgt immer auch unbekannte Risiken. Neben mangelhafter Qualität können diese auch Krankheiten mitbringen. Sogar die meisten gewerblichen Händler testen zum Beispiel nicht auf das hochansteckende Hop Latent Viroid. Gerade beim ersten Grow müssen wir aber auf Nummer sicher gehen. Unbekannte Genetik von den Mitgliedern einzusammeln, birgt da einfach zu viele Risiken.
Grundsätzlich können wir jedoch in der Zukunft Pflanzenmaterial von Mitgliedern als Mutterpflanzen halten sowie Stecklinge und Cannabis aus ihnen produzieren - dazu müssen wir hier aber zunächst eine Quarantänestation einrichten, um diese Pflanzen auf Krankheiten zu testen, bevor wir sie in der Produktion nutzen können. Wann und ob das möglich sein wird, hängt maßgeblich vom Engagement der Mitglieder ab. Schließlich müssen diese Pflanzen auch noch gepflegt werden.
Besteht die Möglichkeit, sich am Anbau zu beteiligen oder den Prozess mitzuverfolgen? Ja, jedes Mitglied ist sogar gesetzlich verpflichtet, mindestens sechs Stunden im Jahr eigenhändig in der Pflanzung, Pflege, Schädlingsbekämpfung und Ernte mitzuwirken. Während Pflanzung und Ernte auf mehrere feste Termine im Jahr fallen und rechtzeitig angekündigt werden, können Pflege und Schädlingsbekämpfung flexibel und wöchentlich erledigt werden. Bei allen Tätigkeiten leiten Dich erfahrene Mitglieder an.
Sozialer Austausch und Treffen
Wie läuft der Austausch unter den Mitgliedern - gibt es Gruppen oder Chats, um sich zu vernetzen? Aus regulatorischen Gründen steht der Verein einer offiziellen digitalen Kommunikationsplattform vorsichtig gegenüber. Wir sind derzeit noch auf der Suche nach einer Lösung, die uns einen geschützten Austausch untereinander ermöglicht.
Gibt es regelmäßige Treffen oder Events? Wir treffen uns jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr in unserer Produktionsstätte in Stockstadt am Rhein. Derzeit sind wir noch am Aufbau der Vereinsstrukturen. Neben dem wöchentlichen Dienstags-Plenum soll es in der Zukunft auch regelmäßige Seminaren und Workshops geben. Und natürlich bringen sich alle Mitglieder eigenhändig beim Anbau mit ein. Vor allem bei Pflanzung und Ernte kommen immer wieder viele von uns zusammen. Und im April findet jedes Jahr unsere ordentliche Mitgliederversammlung statt.
Welche Themen werden bei den Treffen behandelt? Der Bezug ist immer der Vereinszweck des gemeinschaftlichen Anbaus von Cannabis. Neben dem Gärtnern und der Weiterverarbeitung kann es auch um rechtliche Hintergründe oder die Vereinsstrukturen gehen.
Wie viele Mitglieder gibt es im Club? Derzeit sind wir etwas über 300. Die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei 500.
Wie kann man sich im Club beteiligen? Zunächst ist jedes Mitglied gesetzlich verpflichtet, eigenhändig beim Anbau mitzuwirken. Darüber hinaus ist im Rahmen des Vereinszwecks alles möglich. Unser Verein steht noch ganz am Anfang und die Arbeit fängt gerade erst an. Es ist noch viel Handwerk zu leisten, um zum Beispiel Umkleide- und Arbeitsräume einzurichten. Aber es braucht auch die Gründung fester Gruppen, um Seminare zu organisieren, in den Austausch mit anderen Vereinen zu treten, einen Putzplan aufzustellen, ein Wiki anzulegen und überhaupt mal die Liste zu führen mit den ganzen anderen Sachen, die noch zu erledigen sind. In unserem wöchentlichen Dienstags-Plenum arbeiten wir gemeinsam daran diese Strukturen aufzubauen.
Wo finden die Treffen statt – gibt es ein Vereinsheim oder so etwas? Unsere Produktionsstätte befindet sich in Stockstadt am Rhein. Der genaue Standort ist geheim zu halten. Ein Vereinsheim zum geselligen Beisammensein ist jedoch nicht vom Vereinszweck gedeckt. Jedes Zusammenkommen braucht einen Bezug zum gemeinschaftlichen Anbau. Jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Plenum.
Konsumberatung
Ich bin noch recht neu im Thema Cannabis – gibt es bei euch Möglichkeiten, sich über verantwortungsvollen Konsum und Good Practice auszutauschen? Der Vereinszweck ist gesetzlich auf den Anbau von Cannabis beschränkt. Alles, was du über Aufzucht und Weiterverarbeitung wissen willst, dürfen und möchten wir Dir auch beibringen. Sobald es jedoch um den Konsum geht, sind wir raus. Das Gesetz verbietet nicht nur den Konsum im Verein - auch Beratung zur Suchtprävention sind dem Verein von der Aufsichtsbehörde ausdrücklich untersagt.
Bietet ihr Infos oder Unterstützung für Anfänger, die sich mit dem verantwortungsvollen Konsum beschäftigen möchten? Ja, in unserem Jugend- und Gesundheitsschutzkonzept findest Du Erläuterungen zu den Vorgaben des Konsumcannabisgesetzes sowie die Adressen lokaler Fachstellen, an die du dich für Fragen der Suchtberatung wenden kannst. Auch liegen im Verein Broschüren der Fachstellen aus oder Du kannst dich jederzeit an unsere präventionsbeauftragte Person wenden, um die Kontaktinformationen zu den lokalen Fachstellen zu erhalten.
Datenschutz
Für den Datenschutz ist der Vorstand verantwortlich. Neben der Sicherheit der Daten ist es uns auch ein Anliegen, möglichst weitgehende Datensparsamkeit zu praktizieren. Leider sind wir jedoch gesetzlich zu detaillierten Dokumentationen verpflichtet. Wir löschen und anonymisieren diese Daten aber, sobald und soweit rechtlich möglich. Zur Gewährleistung der Datenhoheit verzichten wir auch bewusst darauf, Mitgliederdaten mit Drittanbietern wie Cannanas oder Hanf-App zu verwalten.